Wednesday, December 10, 2008

Sinnsuche

Es ist mal wieder der Zeitpunkt erreicht, an dem ich sagen muss: "Was mache ich - und vielleicht auch einige andere Personen - hier eigentlich?" Wobei schon das "hier" nicht genau definiert ist. Auf der Arbeit? In dieser Stadt, Land? In diesem Leben, in dieser Zeit?

Und, jawohl es muss lauten "an dem ich sagen muss" und nicht etwa "an dem ich fragen muss". Denn wer rechnet schon von irgendeiner Seite mit einer zufriedenstellenden Antwort?

Deswegen bleibt es beim Ausruf - ob allerdings daraus eine Konsequenz abgeleitet wird oder - wie eigentlich immer - nach kurzem Kopfschütteln zum gewohnten Trott zurückgekehrt wird ist
ein völlig anderes Thema.

Thursday, March 16, 2006

Sinn und Unsinn von Blogs

Warum überhaupt seine Gedanken, ob nun tagebuchartig oder in loser Folge, aufschreiben? Eigentlich doch nur um zu entspannen bzw. um über das ein oder andere Erlebnis, einen Gedanken, eine Begegnung oder eine (scheinbar) absurde Situation zu reflektieren. Als Resultat kann das eigene Verhalten und die Einstellungen zu Dingen, Ansichten und Personen überdacht und korrigiert werden – oder noch viel einfacher: Mit gewissem Abstand lassen sich Gedanken ordnen und auf diese Weise kehrt, und darum geht es doch hauptsächlich, eine Gelassenheit bezüglich vergangener Ereignisse ein, was wiederum die Möglichkeit erschließt mehr Ressourcen für aktuelle, also die im Moment "Wichtigen", Dinge zur Verfügung zu haben.

Obwohl mir im Zusammenhang mit „Gedanken“ der Ausdruck „Ordnen“ nicht besonders behagt. Könnte dies doch letztendlich bedeuten in jeder Lebenssituation, bei jeder Frage und in jeder Gesprächsrunde mit einem „Moment mal!“ sein Karteikartensystem zu öffnen, und die vermeintlich ultimative Antwort, aus zahlreichen geordneten Gedanken zusammengefügt, zu präsentieren. Gähn!

Mein Ansatz ist ja eher: Gedanken ordnen, ein wunderbar schlichtes, oder wenn einem danach ist ein wunderbar verschnörkeltes, Türmchen, Häuschen, Schlösschen daraus konstruieren - oder eben auf sämtliche Verniedlichungen verzichten und ein Monumentalwerk aus dem Boden stampfen!

Aber niemals vergessen: Nachdem das so geschaffene Gebilde bestaunt, im anderen Fall kritisiert und torpediert oder gar der Lächerlichkeit preis gegeben wurde (oftmals allein zu diesem Zweck absichtlich geschaffen), sollte dieses durch einen herzhaften Tritt oder sonstige gröbere Gewaltakte abermals in seine Einzelteile zerlegt werden. Nur so können die Fragmente auch zukünftig in neue Anordnungen gebracht werden und uns persönlich und anderen Freude bereiten.

Ausnahme: Es handelt sich um etwas wirklich neues, revolutionäres bzw. segensreiches (und dieses wurde nicht nur durch das eigene Ego bestätigt). In diesem Fall lohnt sich ausnahmsweise das Anfertigen von Skripten, Skizzen und Plänen für Besichtigungstouren.

Aber in der Regel gilt: Nehmen Sie sich nicht so ernst!